Bericht

Altbewährtes Sextett soll's in der Regionalliga richten

Der TSV Kandel vor der neuen Saison (Ein Bericht von Heinz Lambert)

Mit dem TSV Kandel startet am Samstag auch der letzte der pfälzischen Tischtennisclubs in die Saison 2011/2012.

Zum ersten Regionalligaspiel der Vereinsgeschichte erwartet die Mannschaft von Kapitän Niko Kleiner um 19 Uhr den NSC Watzenborn-Steinberg in der Bienwaldhalle. Die Nordhessen belegten in der vergangenen Runde Platz Fünf und gehen als haushoher Favorit in die Partie.

Die Bienwaldstädter wollten eigentlich mit der gleichen Besetzung in die Serie gehen, die dem Club den bis dato größten Erfolg der Vereinshistorie beschert hat, und den direkten Durchmarsch von der 1. Pfalzliga über die Oberliga bis in die dritthöchste deutsche Spielklasse schaffte. Allerdings macht eine schwere Knieverletzung von Spitzenspieler Torsten Becker diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Der auf Position Eins geführte Speyerer wird das Eröffnungsmatch versuchen zu bestreiten, ob er aber wirklich durchhalten wird ist etwas fraglich. Der Regionalligaerprobte Becker muss sich wegen einer Hautfalte im Knie bereits Ende September einer Operation unterziehen und droht so die ganze Vorrunde aus zu fallen. Becker selbst, wie auch die Verantwortlichen hoffen, dass er wenigstens im zweiten Saisonabschnitt wieder voll ins Spielgeschehen eingreifen kann. „Das ist natürlich einharter Schlag ins Kontor. Wenn dir dein bester Spieler vorrausichtlich die komplette Hinserie fehlt, ist es fast unmöglich nicht im Tabellenkeller zu landen. Doch alles Jammern nützt nichts. Wir werden im Rotationsbetrieb jeweils einen Akteur aus der zweiten Mannschaft einbauen und müssen abwarten, ob wir so, den ein oder anderen Punkt ergattern können“ zeigte sich Niko Kleiner doch sichtlich geschockt von der Hiobsbotschaft.
Der ehemalige Pfalzmeister hat es auf Position Zwei mit sehr starken Gegnern im vorderen Paarkreuz zu tun, die teilweise sogar schon in der 1. Liga gespielt haben.So treten Größen wie der ehemalige Bundestrainer Richard Prause, der gebürtige Chinese Chen Zhibin oder auch der aus Landauer Regionalligazeiten bekannte Nico Stehle an die Tische.
Die „Mitte“ bilden der junge Markus Zellmer und der erfahrene Patrick Müller, die sich natürlich erst an die rauere Luft in den höheren Gefilden gewönnen müssen. Gerade Zellmer hat in der Oberliga sehr überzeugt. Ihm ist in der höheren Liga durchaus eine Weiterentwicklung zuzutrauen.
Das dritte „Paar“ mit Christian Ganser und Frank Illy wird versuchen sich zu steigern, da die letzte Runde für beide nicht immer optimal verlief. Insgesamt verfügt der TSV über eine routinierte Mannschaft, die sicher auch durch die zu befürchtenden Niederlagen nicht so leicht aus der Bahn zu werfen sein wird. „Unser einziges Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Wir schenken unserer eingespielten Mannschaft das Vertrauen, auch wenn wir wissen wie schwer es sein wird den ein oder anderen Konkurrenten hinter uns zu lassen. Dies natürlich insbesondere nach dem vermeintlichen Ausfall Torsten Beckers“ gibt Abteilungsleiter Lutz Kolbow das Klassenziel vor. „Wir wollen und können uns keine finanziellen Drahtseilakte erlauben und einfach mal so zwei Spitzenspieler verpflichten. Das ist nicht unsere Philosophie.

Auch wenn Beckers Ausfall vorher abzusehen gewesen wäre hätten wir uns wohl kaum anders verhalten. Ich denke, dass die Spieler die Aufgabe zwar mit dem nötigen Ernst angehen müssen, andererseits haben sie aber auch nicht wirklich etwas zu verlieren, da wir von der Konkurrenz ohnehin als Abstiegskandidat eingestuft werden. Das kann aber auch durchaus ein Vorteil für uns sein“ so Kolbows weitere Prognose.

14.09.2011 von Administrator

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