Bericht
0:9 zum Regionalligaauftakt gegen NSC Watzenborn-Steinberg
TSV Kandel geht mit hängenden Fahnen unter
(Ein Bericht von Heinz Lambert)
Kaum hatte das erste Regionalligaspiel in der Geschichte des TSV Kandel begonnen, da war es auch schon wieder vorbei. Nach 75 Minuten schlug gegen das hessische Team des NSC Watzenborn-Steinberg ein deprimierendes 0:9 zu Buche. Dabei hatte sich Mannschaftskapitän Niko Kleiner bei der Begrüßung der Gäste nicht nur spannende und faire Spiele gewünscht, sondern auch noch das ein oder andere Pünktchen für sein Team erhofft. Die Fairness war gegeben, aber die Spannung hielt sich bei einer Bilanz von 1:27 Sätzen merklich in Grenzen. Noch nicht einmal die bei Niederlagen gerne bemühten fliegenden Fahnen konnten als Trost herangezogen werden, im Gegenteil sie hingen eher lasch herunter.
Pech für die Bienwaldstätter schon vor dem Spielbeginn. Die Nummer Eins, Torsten Becker, stand entgegen den Hoffnungen leider doch nicht zur Verfügung und wurde durch Stefan Gander aus der dritten Mannschaft ersetzt. „Torsten hätte sich nur an den Tisch stellen können und seine Spiele kampflos abgegeben. Das wollten wir dann doch nicht. Da die Niederlage einigermaßen vorhersehbar war, haben wir dann darauf verzichtet einen Spieler aus der zweiten Mannschaft einzubauen, da diese Zeitgleich ein wichtiges Spiel in der 2.Pfalzliga Ost hatte“ erklärte Kleiner den Einsatz Ganders, der sich recht achtbar aus der Affäre zog. Becker wird wie berichtet nach einer anstehenden Operation ohnehin wohl die ganze Vorrunde fehlen.
Für die gut 50 Zuschauer war schon nach den Doppeln klar, wie die Partie laufen würde. Drei klare 0:3-Niederlagen der Duos Niko Kleiner/Markus Zellmer, Stephan Gander/Patri
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ller und Christian Ganser/Frank Illy zeugten von der Überlegenheit der Gäste. In den Einzeln kam Markus Zellmer einem Spielgewinn am Nächsten. Er hielt gegen Marc Rode, der im hessischen Verband immerhin auf Rang Vierzehn der dortigen Rangliste geführt wird, zwei Sätze lang gut mit, zog aber in einem sehenswerten Offensivduell zwei Mal den Kürzeren. Mutig nach vorne spielend holte er sich Durchgang Drei und hatte im vierten mit zwei Satzbällen sogar die Chance zum Ausgleich, doch dann setzte sich die Routine des Konkurrenten durch.
Gut auch Frank Illy, der vor allem mit starken offensiv gespielten Diagonalbällen glänzte und sich so in allen drei Sätzen Führungen gegen den hochtalentierten Jugendspieler Nico Grohmann erkämpfte. Doch gegen den Sechzehnten der hessischen Männerrangliste reichten weder ein 8:4- und 6:2-Vorsprung in den Sätzen Eins und Zwei und auch nicht eine 7:4-Führung im dritten Durchgang zu einem Satzgewinn. Am Ende hieß es drei Mal 9:11 aus Illys Sicht.
„Diese Liga ist natürlich eine mächtige Herausforderung. Da ist nicht nur ein Unterschied von einer, sondern fast schon von zwei Klassen zur letztjährigen Oberliga“ bilanzierte Illy.
Nicht gerade förderlich für die Moral des TSV auch die Aussage von Gästeakteur Torsten Kirchherr, der sein Team nach dem Abgang der Nummer Eins und Zwei, als eines der schwächeren der Liga einstufte. Da darf sich der TSV im nächsten Spiel warm anziehen, auch wenn der Gegner SV Viktoria Preußen Frankfurt heißt und seine beiden bisherigen Saisonspiele verloren hat.
19.09.2011 von Administrator


